CDU Kreisverband Fulda

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Bauvorhaben des Möbelhauses Sommerlad an der A7

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„Ich werde mich in der demnĂ€chst anstehenden Fraktionssitzung der CDU in der Regionalversammlung Nordhessen dafĂŒr einsetzen, dass das Bauvorhaben des Möbelhauses Sommerlad an der A7 abgelehnt wird“, erklĂ€rte der Fraktionsvorsitzende der CDU Kreistagsfraktion und Mitglied der Regionalversammlung Dr. Norbert Herr.

Seine schon lĂ€nger bestehenden Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Vorhabens seien durch die manipulierten Zahlen des Sommerlad-Gutachters „Junker und Kruse“ nur noch bestĂ€tigt worden. Herr zeigte sich nicht ĂŒberrascht, dass die Zahlen so lange geĂ€ndert wurden, bis sie fĂŒr „Sommerlad maßgeschneidert“ waren, "spiegeln solche Studien doch allzu oft die Absichten ihres Auftraggebers wider."

Die vorgesehenen FlĂ€chen seien eigentlich gar nicht fĂŒr den Handel vorgesehen und mĂŒssen deshalb umgeplant werden. In der Konsequenz wĂŒrden bestehende Strukturen zerstört, hier die der Innenstadt Fuldas. Ein riesiger FlĂ€chenverbrauch in einem nicht an den Siedlungskern angebundenen Areal mit einer erheblichen FlĂ€chenerweiterung fĂŒr den Handel fĂŒhre letztlich nur zu einem VerdrĂ€ngungswettbewerb, da nicht erkennbar sei, dass der Verbrauch, sprich der Bedarf, gestiegen sei oder steigen werde. "Im Übrigen muss ein solcher FlĂ€chenverbrauch bei einer zurĂŒckgehenden Bevölkerungszahl an seine Grenzen stoßen", so Dr. Herr. Bereits im Jahr 2007 habe es in der Planungsregion Nordhessen eine monatelange, heftige Auseinandersetzung um Outlet-Center (sog. FOC) gegeben, die entlang von Autobahnen in Kirchheim, Diemelstadt, KnĂŒllwald und Bad Hersfeld entstehen sollten. Sie wurden letztendlich unter anderem aufgrund des Widerstandes aus den Oberzentren Fulda und Kassel in der Regionalversammlung abgelehnt. „Mit Recht“, wie Dr. Herr erklĂ€rte, hĂ€tten sie doch letztlich zu „VerkaufsbĂ€ndern auf der grĂŒnen Wiese“ entlang der Autobahn gefĂŒhrt und zur weiteren Verödung der InnenstĂ€dte beigetragen. Eine Entwicklung, die man zur GenĂŒge aus den USA kenne.

„WĂ€re mittels zusĂ€tzlicher MöbelflĂ€chen erst einmal „ein solcher Pflock eingeschlagen“, ließen sich auch andere Branchen, etwa Outlet-Center, nicht mehr mit vernĂŒnftigen GrĂŒnden ablehnen. Eine Genehmigung des Vorhabens fĂŒhre jegliche Regionalplanung 'ad adsurbum'“, so Dr. Herr.

Das Möbelhaus Sommerlad habe recht leichtfertig gehandelt, in dem es sich zum Beispiel ĂŒber geschĂŒtzte Quellgebiete hinweggesetzt habe und die Erschließung in keiner Weise gesichert sei. Vielleicht habe man ihm auch voreilige Zusagen gemacht.

Da die Gemeinde Petersberg ohnehin beabsichtige, den Bebauungsplan des bisherigen Standortes zu Ă€ndern, wĂ€re es am einfachsten, Sommerlad einigte sich mit den EigentĂŒmern und bliebe am bisherigen Standort. "Der „Kompromiss“ zwischen der Stadt und den Stadtrandgemeinden erinnert mich eher an einen „Kuhhandel“, der mich nicht ĂŒberzeugt, denn an eine vernĂŒnftige Regionalplanung, da letztlich die Stadt „schlichtweg mit gewerblichen FlĂ€chen erpresst“ werde. Dies werfe ein bezeichnendes Licht auf die Problematik der drei Umlandgemeinden und der Stadt Fulda, in Bezug auf eine vernĂŒnftige FlĂ€chenplanung“, so Dr. Herr abschließend.

 
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